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Das Hornissenjahr 2008

Die 11 umgesiedelten Hornissennester

Im Jahr 2008 wurden 11 Hornissenvölker und drei Wespenvölker umgesiedelt. Es wurden seit dem Jahr 2001, seitdem im Kreis Höxter Hornissenschutz betrieben wird, noch nie so viele Umsiedlungen wie in diesem Jahr vorgenommen. Unsere Aufklärung in den letzten Jahren trägt allmählich reichliche Früchte. Die telefonischen und persönlichen Beratungen haben rapide abgenommen. Viele betroffene Bürger wissen mittlerweile mit den Tieren umzugehen und können gut damit leben. Andererseits werden die Betroffenen auch schon von den Ordnungsämtern der Städte oder durch die Feuerwehr aufgeklärt und beraten.
Die ersten Hilferufe kamen aus den Nachbarkreisen Lippe, Paderborn und Holzminden. Als erstes wurde ein Wespennest von Paderborn nach Marienmünster-Born umgesiedelt. Es folgten einige telefonische und auch persönliche Beratungsgespräche.


Foto1


In Höxter hatte sich eine Hornissenkönigin einen unmöglichen Standort ausgesucht (siehe Foto 1). Das Nest befand sich auf der Innenseite einer Tür. Bei der Umsiedlung war kaum Flugbetrieb zu verzeichnen. Es konnten innerhalb von fast zwei Stunden nur 5 oder 6 Tiere abgefangen werden. Das Hornissenvolk ging nach etwa 14 Tagen ein.
Bei einer betroffenen Familie in Beverungen war absolute Eile geboten. Der Hilferuf kann am Sonntag den 17. August gegen 18.00 Uhr. Es fand sofort ein persönliches Beratungsgespräch statt. Die Hornissen hatten schon in der Gipskartondecke der Küche ein ca. 6 cm großes Loch genagt und einige Tiere flogen schon im Raum umher. Montags wurde dann sofort die Umsiedlung vorgenommen. Das Hornissenvolk konnte in der Kläranlage Beverungen untergebracht werden. Bei einer Kontrolle am 13. Oktober war am Nest noch reger Flugbetrieb, sodass der Hornissenkasten noch nicht abgeholt werden konnte.

Foto 2


In Nieheim hatte eine Hornissenkönigin ein Holz-Fertighaus als den geeigneten Standort empfunden. Das Nest befand sich auf der Terrasse direkt neben der Terrassentür in der holzverkleideten Außenwand. Als der Hohlraum der Wand zu klein wurde, wurde durch die Tiere die Isolierung heraustransportiert und lag auf der Terrasse. Hier wurde das Nest in einen Hornissenkasten geklebt und direkt vor der alten Stelle wieder aufgehängt. So friedliche Hornissen habe ich noch nie erlebt. Selbst mehr als 10 Kinder direkt unter dem Nest stehend (siehe Foto 2) konnten die Tiere nicht irritieren. Bei Erwachsenen, die das Nest besichtigten, flogen die Hornissen unbeirrt und ohne anzugreifen zwischen den Köpfen durch zum Nest hin und auch wieder ab. Auch hier war am 13. Oktober noch reger Flugbetrieb, sodass die Rückholung des Kastens erst später erfolgen kann. Das oberste Foto zeigt die elf umgesiedelten Hornissennester.
Insgesamt waren die getätigten Umsiedlungen nur zum Teil erfolgreich, es ist am Foto 3 ersichtlich.
Bei zwei Nestern lagen schon vor der Umsiedlung jeweils etwa 40 tote Tiere unter dem Nest. Die Ursache war nicht festzustellen.
Bei zwei weiteren Nestern sind bei der Umsiedlung schon etliche Tiere eingegangen. Auch hier war die Ursache nicht feststellbar.


Theo Elberich
Regionalstelle Hornissenschutz OWL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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