Hornissen sind friedliche Tiere,
sie sind nicht aggressiv und außerhalb ihres Nestbereiches eher scheu und fliehen bei Bedrohung. Nur innerhalb des Nestbereiches (3-4 m) verteidigen sich die Hornissen. Man sollte einige
Verhaltensregeln beachtet. Wer Hornissen nicht stört, insbesondere Erschütterungen des Nestes, ein längeres Verstellen der Flugbahn und ein Berühren der Tiere vermeidet, wird auch nicht
gestochen. Ein friedliches Zusammenleben mit einem Hornissenvolk ist für viele Menschen kaum vorstellbar. Noch immer werden Hornissenvölker vernichtet, sobald sie entdeckt worden sind. Hornissen
gelten vielerorts nicht als schützenswerte Tierart.
Angeblich töten sie schon mit drei Stichen einen ausgewachsenen Menschen. Folgendes Märchen wird auch heutzutage noch durch unaufgeklärte Menschen verbreitet.
Sieben Hornissen töten ein Pferd
oder sieben Pferde eine Hornisse
oder ein Mensch sieben Hornissen...
...oder wie war noch der Spruch?? ?
Schon von Kind anerzogene Vorurteile gegenüber Hornissen haben dazu beigetragen, daß das größte staatenbildende Insekt Europas schon bundesweit in der „Roten Liste“ der gefährdeten Arten
aufgenommen werden mußte.
Die Hornissen haben trotz allem die „Kriegserklärung“ durch den Menschen nicht erwidert, sie sind friedliche Tiere geblieben, die sich nur verteidigen und stechen wenn wir Menschen uns
unsachgemäß verhalten. Hornissen verhalten sich ruhiger und berechenbarer als Honigbienen. Sie vermeiden bei der Nahrungssuche ein Anfliegen von Menschen.
Am Kaffeetisch oder an einer Limonadenflasche trifft man Hornissen fast nie an. Eltern müssen deshalb auch nicht befürchten, daß ihre Kinder gestochen werden. Bedingt durch ihre Größe und durch
die lauten Fluggeräusche lösen Hornissen oft unbegründete Ängste aus. Wer dann, um die Tiere abzuwehren, wild um sich schlägt, könnte eventuell gestochen werden. Nur vorübergehend kommt es im
Bereich der Einstichstelle zu Schmerz und Schwellung. Durch sofortiges Aussaugen und Kühlung der Einstichstelle wird der Stich keine weiteren Folgen haben. Außerdem kann das Hornissengift mit
Essig oder rohen Zwiebeln neutralisiert werden. Normal empfindliche Menschen können einige hundert Stiche schadlos überleben. Allergiker sollten natürlich vorsichtig sein.
Das trifft aber auch für Wespen- Hummel- und Bienenstiche zu. Das Gift ruft in einem solchen Fall eine krankhafte, allergische Reaktion des Immunsystems hervor, die den Kreislauf stark belasten
und einen Schock hervorrufen kann. Eine Hornissengiftallergie tritt jedoch höchst selten auf. Seit 1968 sind in der BRD nur zwei Todesfälle bekannt geworden, aber wieviel Menschen kommen jährlich
durch Hunde oder den Pferdesport um. Keiner kommt deshalb auf die wahnwitzige Idee die Hunde oder Pferde zu bekämpfen. Deshalb sollten auch die Bekämpfungsmaßnahmen gegen Hornissen unterbleiben.
Außerdem sind diese Maßnahmen verboten und illegale Hornissenverfolgung und Nestvernichtungen werden mit hohen Strafen belegt.
Falls Sie am Lebenszyklus eines Hornissenstaates interessiert sind wechseln Sie zu
www.hornissenschutz.de
Dort erfahren Sie auf vielen Seiten sehr ausführlich alles Wissenswerte über Hornissen.