30 Jahre aktiv im Naturschutz rund um Ahlhausen

Franz-Josef Middeke begann 1982 mit dem Bau von diversen Nistkästen

An seinem Schuppen mit Dachbegrünung sammelt Franz-Josef Middeke die ausrangierten Nistkästen.    Foto: D. Singer
An seinem Schuppen mit Dachbegrünung sammelt Franz-Josef Middeke die ausrangierten Nistkästen. Foto: D. Singer

 

Ein kleines Jubiläum hat dieser Tage NABU Mitglied Franz-Josef Middeke zu feiern. Im Jahr 1979 ist er in den Kreisverband des NABU Höxter eingetreten, welcher damals noch DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) hieß, und baute seit 1982, also seit genau 30 Jahren, verschiedenste Nistkastentypen und brachte sie rund um seinen Heimatort Ahlhausen in der Natur an, um verschiedenen Tierarten Unterschlupf zu bieten. Die Datierung lässt sich genau feststellen, denn es blieb nicht nur beim Aufhängen der Nisthilfen, akribisch führt der aktive Naturschützer Buch über Montage, Zustand und Besiedlung vieler der selbstgebauten Holzkästen.

 

Dies war nun Anlass für einen kleinen, gemütlichen Pressetermin direkt vor Ort, bei dem für den Naturschutz im eigenen Garten und für das Verständnis von Natur generell geworben wurde.

Franz-Josef Middeke stellt den Pressevertretern seine genauen Aufzeichnungen über die Nistkästen im Raum Ahlhausen vor / Foto: D. Singer
Franz-Josef Middeke stellt den Pressevertretern seine genauen Aufzeichnungen über die Nistkästen im Raum Ahlhausen vor / Foto: D. Singer

Naturschutz-Refugium am Rande Ahlhausens

 

Neben den vielen Nistkästen, unter denen auch spezielle Angebote für Schleiereule, Wasseramsel und Fledermaus zu finden sind, ist am Rande einer bunten Wiese am Ortsrand von Ahlhausen mit der Zeit sein eigenes kleines "Naturschutz-Refugium" entstanden. An einem historisch anmutenden Schuppen hängen ausrangierte Nistkästen, ein großer Steinhaufen bietet Unterschlupf für Mäuse, Wiesel, Eidechsen und andere Tiere. Mit unterschiedlich großen Bohrlöchern versehene Eichenbalken sind ein Zuhause für verschiedenste Wildbienenarten, welche nicht zuletzt aufgrund der Blütenvielfalt in der Wiese nebenan in großer Anzahl vorzufinden sind.  

Wildbienen legen ihre Brutröhren in Bohrlöchern in Hartholz an / Foto: D. Singer
Wildbienen legen ihre Brutröhren in Bohrlöchern in Hartholz an / Foto: D. Singer

  "Auch die seltene Haselmaus hinterlässt regelmäßig Spuren in den Nistkästen", berichtet Middeke und präsentiert entsprechend angenagte Haselnüsse. Ebenfalls hat er ein altes Insektenhotel aufgespalten, um die Struktur der Brutröhren der Solitärinsekten mit verschiedenen Kammern zeigen zu können. Sogenannte Insektenhotels sind inzwischen eine beliebte Naturschutzmaßnahme im Garten, die für jedermann einfach umsetzbar ist.

 

Für eine Verköstigung hat Middeke ebenfalls gesorgt, denn nebenan befinden sich die Bienenstöcke eines Bekannten. So kann Middeke heute Brötchen vom lokalen Bäcker mit naturbelassenem Honig aus Ahlhausen anbieten. Im Zuge mit einer kleinen Veranschaulichung durch Imker Martin Rieckmann konnte so auch nochmal für die Akzeptanz der friedfertigen Lebewesen wie Bienen, Wespen und Hornissen geworben werden.

 

 

Wer sich selber Nistkästen für den Bau von Nistkästen interessiert, der findet hier diverse Bauanleitungen und weitere Informationen. Bei Bedarf stellt der NABU Höxter auch gerne Nistkästen zur Verfügung!