Schmandberg Bellersen

"Biodiversitätshotspot" in Händen von Heimatverein und NABU

Direkt am Radweg, von Brakel kommend kurz vor Bellersen, liegt am Schmandberg eine große Streuobstwiese. Der NABU Höxter setzt hier in Kooperation mit dem Heimatverein Bellersen einige Naturschutzmaßnahmen um.

 

Im Rahmen des Projektes "Umweltschützer haben einen Namen" wurde Anfang April 2013 in der großen Streuobstwiese am Schmandberg bei Bellersen kräftig gearbeitet: Unterstützt von einigen Erwachsenen machte sich eine große Kindergruppe mit Spaten auf um Patenbäume zu pflanzen. Jedes Kind, das am Umweltschutzprojekt des Heimatvereins teilnimmt, pflanzte einen Obstbaum (alte Sorten!) und beschriftete ihn mit Namen. Bei der Planung und Durchführung der Nachpflanzung von 71 hochstämmigen Obstbäumen alter Sorten war Rudolf Ostermann seitens des NABU Höxter maßgeblich beteiligt.

 

Das Projekt "Umweltschützer haben einen Namen" wurde in Bellersen gestartet, um ein Bewusstsein für die dörfliche Umwelt aber auch für globale Themen wie den Klimawandel bei Kindern aber auch Erwachsenen zu schaffen. Die große Anzahl an aktiven Helfern bei der Pflanzung zeigt den großen Erfolg dieses Konzeptes!

 

Im Zuge mit der Obstbaumpflanzaktion wurden auch über 200 Nistkästen in der Obstwiese und im Dorfbereich Bellersen aufgehangen.

 

Außerdem wurde durch Theo Elberich ein großes Insektenhotel aufgestellt. Dieses Quartier ist für wildlebende, Solitärinsekten, die wichtige Bestäubungsarbeit verrichten, gedacht. Das Insektenhotel ist im Übrigen nicht zu verwechseln mit den außerdem dort stehenden Bio-Honigbienen-Kästen, welche ebenfalls fleißige Blütenbesucher, der Obstbäume auf der größten Streuobstwiese im Kreis Höxter sind.

 

Theo Elberich baute inzwischen 37 dieser großen Insektenhotels, zu finden sind sie im ganzen Kreis Höxter und auch darüber hinaus - einen Pressebericht dazu finden Sie hier

 

Es sind weitere Naturschutzmaßnahmen wie das Errichten von Trockensteinmauern als Lebensraum für Reptilien (Eidechsen, Blindschleichen), Totholzhaufen und Flechthecken geplant.

 

Fotos: Sebastian und Heinz Düsenberg