27 Kinder bauen mit dem NABU Nisthilfen

27 neue Wohnungen für Kleinvögel
27 neue Wohnungen für Kleinvögel

Marienmünster/Born: Wir bauen Nistkästen, so lautete die Ankündigung im Programmheft zum Ferien-Sommer-Programm der Stadt Marienmünster.
Zum 3. August um 14.oo Uhr waren offiziell 20 Kinder über die Stadtverwaltung angemeldet. Die Aktion fand in der NABU-Geschäftstelle in Marienmünster-Born statt. Die erschienenen Kinder wurden zu Beginn der Veranstaltung gezählt. Es waren insgesamt 27 teilweise noch sehr junge Kinder erschienen. Diese konnten es kaum erwarten mit den Arbeiten zu beginnen.
Doch zuerst erfuhren sie einiges über etwa 20 verschiedene Nisthilfen die vor Ort an einer Wand aufgehängt waren. Außerdem gab es einiges über Hornissenschutz zu hören. Dann wurden die von Theo Elberich, Geschäftsführer des NABU-Höxter, schon zugeschnittenen Nistkästen in Teamarbeit -je 2 Kinder- zusammengebaut. Eine Unterhaltung war bei dem dann vorherrschenden Lärm kaum möglich. Es gingen etliche Nägel krumm und es gab auch Tränen weil ein Finger getroffen wurden. Bei den Kleinsten musste oft helfend eingegriffen werden. Eifrig bastelten und hämmerten die Kinder weiter, bis das alle ihren Nistkasten zusammengebaut hatten. Nach dieser Schwerstarbeit für die kleinen Akteure musste auch für das leibliche Wohl etwas getan werden. Bei Apfelschorle und Reibepfannekuchen ließen es sich die Kinder gut gehen.
Wenn nun die Nistkästen zu Hause aufgehängt worden sind können nach erfolgter Belegung durch ein Vogelpaar in der nächsten Brutsaison wertvolle Erfahrungen durch die Kinder gemacht werden. Vögel kann man eigentlich überall beobachten, deshalb ist es fast gleich wo die Nisthilfen aufgehängt werden. Sie können in etwa 2-3 m Höhe an einer Hauswand oder Baumstamm befestigt werden, sie sollten aber nicht ganztägig der prallen Sonne ausgesetzt sein. Zum Beobachten sind die Vormittagsstunden ideal. Die meisten Vögel zeigen dann eine erhöhte Aktivität, was zum Beispiel das Singen oder Suchen von Nahrung betrifft.
Nistkastenbewohnende Vögel sind für gewöhnlich nicht scheu, sie gewöhnen sich schnell an die Nähe der Menschen. Man kann sich schon in unmittelbarer Umgebung des Nestes aufhalten. Wenn die jungen geschlüpft sind darf der Kasten keinesfalls geöffnet werden. Es besteht die Gefahr, daß sie vorzeitig herausspringen und dann geringe Überlebenschancen haben. Die meisten Vögel bauen für jede Brut ein neues Nest, deshalb müssen die Nistkästen wenigstens einmal jährlich gereinigt werden. Man beseitigt das alte Nest am besten gleich nach dem Ausfliegen der Jungtiere.
Nicht nur Nisthilfen sind für den Erhalt der Vogelwelt notwendig, wer bedrohten Tieren helfen will, muß auch die geeigneten Lebensräume erhalten.
Theo Elberich, Geschäftsführer des NABU-Höxter zum Gedanken Naturschutz:
"Naturschutz ist lebenswichtig und dient auch der Erhaltung der Menschheit und nicht der Befriedigung der Naturschützer. Wenn ein jeder nur ein wenig Rücksicht auf die Natur und Umwelt nimmt und auch der Staat sein erforderliches tut ist Naturschutz preisgünstig leistbar."